Das Bildungsgesetz im Kanton Glarus wurde verabschiedet, die Verordnung angepasst – nun geht es um die konkrete Umsetzung. Unser zentrales Ziel muss klar sein: Kinder und Jugendliche so auszubilden, dass sie sich in einer stetig wandelnden Welt orientieren und behaupten können. Fachwissen allein reicht nicht mehr aus. Entscheidend sind überfachliche Kompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösefähigkeit, Selbstständigkeit, Zusammenarbeit und der reflektierte Umgang mit digitalen Medien.

Dazu gehört auch eine konsequente Stärkung der frühkindlichen Förderung. Wenn Kinder bereits vor dem Schuleintritt gut begleitet werden, starten sie mit besseren Voraussetzungen – und das entlastet langfristig auch die Schulen. Hier braucht es eine klare Mitverantwortung des Kantons.

Gleichzeitig muss Inklusion realistisch und wirksam gestaltet werden. Gemeinsames Lernen ist richtig – aber nur mit den notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen. Ohne diese droht Überforderung statt Chancengerechtigkeit.

Ich setze mich dafür ein, dass die Umsetzung des neuen Bildungsgesetzes konsequent auf Wirkung ausgerichtet ist – mit einem klaren Fokus darauf, was Kinder heute brauchen, um morgen handlungsfähig zu sein. Entscheidend ist nicht, was auf dem Papier steht, sondern was im Klassenzimmer wirkt.